Montag, 22. Dezember 2014

Mein Geburtstag/ Mendoza/ El Tololo

Mein Geburtstag ist ja nun schon bisschen länger her. Trotzdem noch kurz was dazu ;)
Mein erster Geburtstag im Sommer! Die Sonne hat gescheint, ca. 31°C und ich hab den Tag ungefähr so am Pool genossen :)
  





Am Montag letzte Woche war ich in Mendoza. Das ist die nähste Großstadt in Argentinien von hier aus. Dort war ich, um mein Touristenvisum zu verlängern. Da man nur 3 Monate maximal in Chile bleiben darf. Wenn man also einen Tag ausreist, bekommt man ein neues Touristenvisum, das genauso wieder 90 Tage lang gilt.
Am Sonntag Mittag bin ich losgefahren. Mit dem Bus nach La Serena und von dort aus mit dem Bus nachts nach Mendoza. Da es Nacht war und ich geschlafen habe, habe ich nichts von dem Pass bzw. von den Anden auf dem Hinweg gesehen. Das Einzigste was ich mitbekommen habe: Um drei Uhr nachts geht das Licht im Bus an. Wir bleiben stehen. Alle bitte einmal aussteigen. Grenze...
Also alle aussteigen, an einer Schlange anstellen zum Ausreisen, danach an der anderen zum Einreisen. Stempel hier, Stempel dort. Tarjeta de turismo hier, tarjeta de turismo dort. Noch einen Blick in die Taschen und wieder alle einsteigen. Weiter geht es...
Ich war dann früh morgens in Mendoza. Ich stand erstmal da am Busterminal und habe überlegt, was ich nun mache. Es war noch ziemlich früh, also habe ich gedacht, ich suche mir ein schönes Plätzchen, an dem ich mein gerichtetes Brötchen mit Äpfel frühstücken kann. Also bin ich ein wenig in eine Richtung gelaufen. Das war eher nicht in Richtung Zentrum, aber ich habe eine Plaza gefunden, auf der ich dachte mein Brötchen essen zu können. Bis zwei wilde Hunde kamen, die hunger hatten und auch was von meinem Brötchen abhaben wollten. Also bin ich wieder weg von der Plaza. Ich hab dann irgendwo auf einer Bank am Terminal gefrühstückt. Danach habe ich mir gleich ein Busticket wieder zurück gekauft. Der nächste Bus fährt um halb 11 nach Santiago, von dort aus könnte ich also gut mit dem Nachtbus dann zurück nach Vicuña.
Da ich dann also noch ein bisschen Zeit hatte bis der Bus losfährt, bin ich noch ins Zentrum gelaufen. Ich hab mir extra eine Karte an der Información turística geholt, damit ich auch wieder zurückfinde. Hier sind ein paar Bilder:

Das ist die Plaza, auf der ich frühstücken wollte:


Edificio Histórico Pasaje San Martin
 
Legislatura Provincial

Plaza Independencia:




Nun bekomme ich also auch was mit von dem Pass! Die Anden sind einfach richtig beeindruckend! Es ist richtig schön dort und alle 100 Meter sieht es wieder anders aus und wieder anders schön. Ich habe dauernd Fotos gemacht. Was mich schon beeindruckt hat, als ich vor zwei Jahren in Argentinien die Anden beim Skifahren gesehen habe, ist, dass man extrem gut an manchen Stellen sieht, dass es ein Faltengebirge ist. Der Pass war echt richtig schön und ziemlich steil. Außerdem fand ich es auch cool, dass es mitten zwischen den Anden einfach so Stellen gibt, wo alles grün ist, Pferde leben und einfach ziemlich eben ist:






Die Einreise nach Chile ist wesentlich aufwändiger und komplizierter, als nach Argentinien. Den Argentiniern ist das ganze Pipapo mit Koffer anschauen und so eben viel zu aufwändig und die Chilenen sind dabei ziemlich kompliziert... Wir standen erstmal 2 einhalb Stunden an, bis wir überhaupt an der Reihe waren. Dann also erstmal wie nach Argentinien, eine Schlange für die Ausreise, danach an die Schlange zur Einreise. Stempel hier, Stempel dort. Tarjeta de turismo hier, tarjeta de turismo dort.
Danach ging die Durchsuchung der Chilenen also los. Ein Raum, extra für unseren Bus. Ein Laufband mit Scanner, wie beim Flughafen auf der einen Seite des Raums, auf der anderen zwei Reihen Tische. Auf die Tische alles Handgepäck, jeder zu seinem Handgepäck, schön in den zwei Reihen stehen. Komische Sache, man kommt sich vor wie ein Verbrecher. Dann kommt über das Laufband erst das ganze Gepäck, danach das Handgepäck. Ehrlich gesagt, habe ich mir ziemlich viel Gedanken gemacht. Als ich in den Bus in Mendoza eingestiegen bin, hatte ich noch 2 einhalb Äpfel, 3 Käsebrötchen und eine Schokolade bei mir. Die Äpfel mussten weg, dass wusste ich ja schon, nachdem ich schon fast verhaftet wurde, als ich die zwei Äpfel in meinem Handgepäck bei der Herreise dabei hatte. Da haben sie mir gesagt, dass man normalerweise eine Strafe zahlen muss, ich hab aber noch Glück gehabt und nur eine Verwarnung bekommen. Außerdem müsste ich, wenn ich nochmal so böse wäre und aus Versehen Äpfel illegal nach Chile importieren würde, eine Strafe zahlen. Daher also auch meine Gedanken: "Hab ich wirklich nichts Illegales dabei..." Ja, die Äpfel hab ich noch im Bus bis zur Grenze gegessen, die Schokolade auch und den Käse von den Brötchen. Schokolade wäre wahrscheinlich kein Problem gewesen, es heißt nur keine tierische und keine pflanzliche Produkte und kein Obst und so. Aber lieber zu viel weg, als dann Strafe zahlen müssen... ;) Als das ganze Gepäck durchgescannt wurde, gingen mir noch meine Brötchen im Kopf rum. Brötchen können Milchprodukte sein oder? Außerdem ist Butter drauf!? Ist Butter nicht auch ein tierisches Produkt? Naja, irgendwann hab ich die Frau neben mir gefragt. Sie meinte aber ganz nett, dass das kein Problem ist! Das hat sie auch schon gemacht. Sie hat sich zuverlässig angehört. Zum Glück war dann auch kein Problem mit meinen Brötchen!
Das ganze Pipapo der Chilenen hat eine gute Stunde gebraucht, dann konnten wir also weiterfahren! Por fin! Endlich!
Bei dem ganzen Aufwand und bei der Warterei wird einem klar, wie toll die Grenzen in Europa doch sind, ohne die ganze Untersuchung der Gepäcke und die ganze Einreise-/ Ausreisegeschichte. :)
Es war schon 17 Uhr, eigentlich sollten wir um die Uhrzeit in Santiago ankommen... Durch den Feierabendverkehr in Santiago dann hat die Fahrt auch nochmal länger gedauert, um 8 waren wir dann da. Naja, ich habe ja noch den Nachtbus bekommen und so musste ich schon nicht so lange in Santiago noch warten. Am Dienstag bin ich dann wieder gut hier angekommen.  





Und dann war ich noch am Samstag auf dem Tololo. Dort sind zwei Gäste vom Hostal hin, und sie haben mich gefragt, ob ich mit möchte. El Tololo ist ein Berg, wo ein Observatorium ist (ca. 2200 m). Dort gibt es ziemlich viele extrem große astronomische Teleskope, die sie benutzen, um z.B. Bilder von den Sternen zu machen. Es war sehr interessant, wie die Teleskope und die dazugehörigen Instrumente funktionieren.

Der silberne Punkt auf dem Berg in der Mitte ist Tololo ;)
Das ist die Aussicht von dort oben



Das bin ich vor einem der kleineren Teleskope :) Und es war wirklich kalt in diesen Gebäuden drin, ich hab sogar eine Jacke an...

Das ist das Victor M. Blanco Teleskop, das Hauptteleskop von Tololo:
von außen
und von innen:








Das ist übrigens der Strand von La Serena, die nächste Großstadt von hier aus (mit dem Bus ein bis eineinhalb Stunden):
Avenida del Mar (der Weg zum Meer)



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