Mein Geburtstag ist ja nun
schon bisschen länger her. Trotzdem noch kurz was dazu ;)
Mein erster Geburtstag im
Sommer! Die Sonne hat gescheint, ca. 31°C und ich hab den Tag
ungefähr so am Pool genossen :)
Am Montag letzte Woche war
ich in Mendoza. Das ist die nähste Großstadt in Argentinien von
hier aus. Dort war ich, um mein Touristenvisum zu verlängern. Da man
nur 3 Monate maximal in Chile bleiben darf. Wenn man also einen Tag
ausreist, bekommt man ein neues Touristenvisum, das genauso wieder 90
Tage lang gilt.
Am Sonntag Mittag bin ich
losgefahren. Mit dem Bus nach La Serena und von dort aus mit dem Bus
nachts nach Mendoza. Da es Nacht war und ich geschlafen habe, habe
ich nichts von dem Pass bzw. von den Anden auf dem Hinweg gesehen.
Das Einzigste was ich mitbekommen habe: Um drei Uhr nachts geht das
Licht im Bus an. Wir bleiben stehen. Alle bitte einmal aussteigen.
Grenze...
Also alle aussteigen, an
einer Schlange anstellen zum Ausreisen, danach an der anderen zum
Einreisen. Stempel hier, Stempel dort. Tarjeta de turismo hier,
tarjeta de turismo dort. Noch einen Blick in die Taschen und wieder
alle einsteigen. Weiter geht es...
Ich war dann früh morgens
in Mendoza. Ich stand erstmal da am Busterminal und habe überlegt,
was ich nun mache. Es war noch ziemlich früh, also habe ich gedacht,
ich suche mir ein schönes Plätzchen, an dem ich mein gerichtetes
Brötchen mit Äpfel frühstücken kann. Also bin ich ein wenig in
eine Richtung gelaufen. Das war eher nicht in Richtung Zentrum, aber
ich habe eine Plaza gefunden, auf der ich dachte mein Brötchen essen
zu können. Bis zwei wilde Hunde kamen, die hunger hatten und auch
was von meinem Brötchen abhaben wollten. Also bin ich wieder weg von
der Plaza. Ich hab dann irgendwo auf einer Bank am Terminal
gefrühstückt. Danach habe ich mir gleich ein Busticket wieder
zurück gekauft. Der nächste Bus fährt um halb 11 nach Santiago,
von dort aus könnte ich also gut mit dem Nachtbus dann zurück nach
Vicuña.
Da ich dann also noch ein
bisschen Zeit hatte bis der Bus losfährt, bin ich noch ins Zentrum
gelaufen. Ich hab mir extra eine Karte an der Información turística
geholt, damit ich auch wieder zurückfinde. Hier sind ein paar
Bilder:
Das ist die Plaza, auf der ich frühstücken wollte:
![]() |
| Edificio Histórico Pasaje San Martin |
![]() |
| Legislatura Provincial |
Plaza Independencia:
Nun bekomme ich also auch was
mit von dem Pass! Die Anden sind einfach richtig beeindruckend! Es
ist richtig schön dort und alle 100 Meter sieht es wieder anders aus
und wieder anders schön. Ich habe dauernd Fotos gemacht. Was mich
schon beeindruckt hat, als ich vor zwei Jahren in Argentinien die
Anden beim Skifahren gesehen habe, ist, dass man extrem gut an
manchen Stellen sieht, dass es ein Faltengebirge ist. Der Pass war
echt richtig schön und ziemlich steil. Außerdem fand ich es auch
cool, dass es mitten zwischen den Anden einfach so Stellen gibt, wo
alles grün ist, Pferde leben und einfach ziemlich eben ist:
Die Einreise nach Chile ist
wesentlich aufwändiger und komplizierter, als nach Argentinien. Den
Argentiniern ist das ganze Pipapo mit Koffer anschauen und so eben
viel zu aufwändig und die Chilenen sind dabei ziemlich kompliziert...
Wir standen erstmal 2 einhalb Stunden an, bis wir überhaupt an der
Reihe waren. Dann also erstmal wie nach Argentinien, eine Schlange
für die Ausreise, danach an die Schlange zur Einreise. Stempel hier,
Stempel dort. Tarjeta de turismo hier, tarjeta de turismo dort.
Danach ging die Durchsuchung
der Chilenen also los. Ein Raum, extra für unseren Bus. Ein Laufband
mit Scanner, wie beim Flughafen auf der einen Seite des Raums, auf
der anderen zwei Reihen Tische. Auf die Tische alles Handgepäck,
jeder zu seinem Handgepäck, schön in den zwei Reihen stehen.
Komische Sache, man kommt sich vor wie ein Verbrecher. Dann kommt
über das Laufband erst das ganze Gepäck, danach das Handgepäck.
Ehrlich gesagt, habe ich mir ziemlich viel Gedanken gemacht. Als ich
in den Bus in Mendoza eingestiegen bin, hatte ich noch 2 einhalb
Äpfel, 3 Käsebrötchen und eine Schokolade bei mir. Die Äpfel
mussten weg, dass wusste ich ja schon, nachdem ich schon fast
verhaftet wurde, als ich die zwei Äpfel in meinem Handgepäck bei
der Herreise dabei hatte. Da haben sie mir gesagt, dass man
normalerweise eine Strafe zahlen muss, ich hab aber noch Glück
gehabt und nur eine Verwarnung bekommen. Außerdem müsste ich, wenn
ich nochmal so böse wäre und aus Versehen Äpfel illegal nach Chile
importieren würde, eine Strafe zahlen. Daher also auch meine
Gedanken: "Hab ich wirklich nichts Illegales dabei..." Ja,
die Äpfel hab ich noch im Bus bis zur Grenze gegessen, die
Schokolade auch und den Käse von den Brötchen. Schokolade wäre
wahrscheinlich kein Problem gewesen, es heißt nur keine tierische
und keine pflanzliche Produkte und kein Obst und so. Aber lieber zu
viel weg, als dann Strafe zahlen müssen... ;) Als das ganze Gepäck
durchgescannt wurde, gingen mir noch meine Brötchen im Kopf rum.
Brötchen können Milchprodukte sein oder? Außerdem ist Butter
drauf!? Ist Butter nicht auch ein tierisches Produkt? Naja,
irgendwann hab ich die Frau neben mir gefragt. Sie meinte aber ganz
nett, dass das kein Problem ist! Das hat sie auch schon gemacht. Sie
hat sich zuverlässig angehört. Zum Glück war dann auch kein
Problem mit meinen Brötchen!
Das ganze Pipapo der
Chilenen hat eine gute Stunde gebraucht, dann konnten wir also
weiterfahren! Por fin! Endlich!
Bei dem ganzen Aufwand und
bei der Warterei wird einem klar, wie toll die Grenzen in Europa doch
sind, ohne die ganze Untersuchung der Gepäcke und die ganze
Einreise-/ Ausreisegeschichte. :)
Es war schon 17 Uhr,
eigentlich sollten wir um die Uhrzeit in Santiago ankommen... Durch
den Feierabendverkehr in Santiago dann hat die Fahrt auch nochmal
länger gedauert, um 8 waren wir dann da. Naja, ich habe ja noch den
Nachtbus bekommen und so musste ich schon nicht so lange in Santiago
noch warten. Am Dienstag bin ich dann wieder gut hier angekommen.
Und dann war ich noch am
Samstag auf dem Tololo. Dort sind zwei Gäste vom Hostal hin, und sie
haben mich gefragt, ob ich mit möchte. El Tololo ist ein Berg, wo
ein Observatorium ist (ca. 2200 m). Dort gibt es ziemlich viele extrem große
astronomische Teleskope, die sie benutzen, um z.B. Bilder von den
Sternen zu machen. Es war sehr interessant, wie die Teleskope und die
dazugehörigen Instrumente funktionieren.
![]() |
| Das bin ich vor einem der kleineren Teleskope :) Und es war wirklich kalt in diesen Gebäuden drin, ich hab sogar eine Jacke an... |
Das ist das Victor M. Blanco Teleskop, das Hauptteleskop von Tololo:
| von außen |
Das ist übrigens der Strand
von La Serena, die nächste Großstadt von hier aus (mit dem Bus ein
bis eineinhalb Stunden):






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