Montag, 26. Januar 2015

Reisebericht vom Süden von Chile – Teil 1: Silvester/ Villarica/ Pinguine

Also zuerst einmal: Es wurde jeden Tag kälter bisher... Ich war 35 °C aufwärts gewohnt und inzwischen hatten wir sogar schon Minusgrade mit Schnee und kaltem Wind. Fast wie Winter hier im Süden von Chile mitten im Hochsommer..

Ich habe meine Eltern in Santiago getroffen. Dort haben wir erstmal eine Wanderung auf den cerro San Cristobal gemacht. Wir wollten eigentlich eine Halbtagestour dorthin machen und mit der Zahnradbahn nach oben fahren. Wir haben uns dann aber nicht ganz freiwillig umentschieden und eine Ganztagestour gemacht und sind hoch und runter gewandert. Dort oben war es aber echt schön und man konnte über Santiago sehen.
Als erstes: Santiagos schönste Seite: El Rio Mapocho

Auf dem cerro



An Silvester waren wir auch noch in Santiago. In unserem Hotel aus dem 23. Stock, wo wir unser Zimmer hatten, konnte man über Santiago schauen. Feuerwerk war nicht wirklich viel zu sehen, da in ganz Chile private Feuerwerke verboten sind, also nur organisierte Feuerwerke gemacht werden. Wir hatten also eine Auswahl zwischen drei Feuerwerken, welches wir uns anschauen, und das war alles, was man aus dem 23. Stock auf der Dachterasse neben dem Pool mitten in Santiago zu sehen bekommen hat... Es war aber trotzdem ein schöner Abend, den wir mit einer Copao genossen haben. Die Copao ist die Frucht von einem Kaktus. Ich habe sie selbst gepflückt und von Vicuña mitgebracht. Sieht so ähnlich aus wie eine Kiwi, ist aber viel leckerer :)

Der Blick aus dem 23. Stock


Danach waren wir in Temuco und Pucon, wo wir auch meine Großtante mit ihrem Sohn, der aus Deutschland gekommen war, getroffen haben. Da mein Opa in Temuco geboren ist, hat uns meine Großtante ein wenig gezeigt, wo sie früher gewohnt haben und wir waren an dem Grab von meinem Uropa und meiner Uroma. Außerdem waren wir in Puerto Dominguez, wo mein Großonkel begraben ist.

Den Baum hat mein Uropa gepflanzt :)

Das Grab von meinem Uropa und meiner Uroma

Die Landstraße von Puerto Dominguez zurück, im Hintergrund der Vulkan Villarica
Der Villarica von Pucon aus

Den ersten Abend in Temuco waren wir noch alleine. Da es der 1. Januar und Feiertag war, sind wir in das einzigste "Cafe", wie es uns gesagt wurde, das offen hatte, gegangen, um etwas Abend zu essen. Irgendwann haben wir herausgefunden, dass es sich bei diesem "Cafe" um eine Karaokebar handelte. Das war echt lustig...

Das Essen in der Karaokebar :)

Das hat unser Tischnachbar extra für uns gesungen :)

Von Pucon aus konnte man eine Tour auf den Vulkan Villarica machen. Da es ziemlich steil ist und man auch über den Gletscher muss, ist die Tour mit extra Guids und Ausrüstung (also Eispickel, Anzug, Helm, Sonnencreme 50+,...) erlaubt. Es schaffen viele Leute auch nicht, bis an den Krater aufzusteigen, da es ziemlich anstrengend ist und man auch mit der Höhe Probleme bekommen kann. Mein Großcousin, mein Papa und ich haben uns dieser Herausforderung gestellt. Von unserer Gruppe haben wir deutlich den Ältesten und die Jüngste gestellt :) und wir haben es trotzdem alle drei geschafft :)

So ungefähr ist man da hoch gelaufen, das war noch ganz am Anfang als es noch nicht wirklich steil war...

Ich am Krater

Mein Großcousin, ich und mein Papa, glücklich oben angekommen :)

Wir Chilenen :)


Es ist gar nicht so einfach dort oben hochzuspringen :P



Am nächsten Tag sind wir nach Punta Arenas geflogen. Das ist ganz im Süden von Chile an der Magallanstraße. Hier gibt es sogar eine Ruta del Fin del Mundo (Straße vom Ende der Welt). Dort haben wir eine Pinguinkolonie besucht :)