Donnerstag, 2. April 2015

Viña Teil 2

Inzwischen bin ich schon einen ganzen Monat hier in Viña... Es kam mir viel kürzer vor. So viel Neues und ich hab schon relativ viel hier erlebt. Mir geht es also immer noch gut und die Arbeit mit den Kindern macht mir auch noch Spaß :)
Ich hab jetzt auch mal ein paar Fotos mit den Kindern im Hogar, damit ihr mal einen kleinen Einblick habt:








Ich bin entweder vormittags oder nachmittags im Hogar und dann hab ich den Rest vom Tag, um irgendetwas anderes zu machen.
Ich hab auch mal ein paar Bilder von Viña und Valpo gemacht:
Der Blick von dem Haus aus, in dem ich hier wohne :)



Das Meer und links sieht man ein Teil von Valparaíso


Ok, das ist weder Viña noch Valparaíso, aber das ist mein Apfelkuchen :D

Das Kasino von Viña

RELOJ DE FLORES (die Uhr aus Blumen), das ist so mehr oder weniger das Erkennungszeichen von Viña ;)


Das ist so ziemlich ganz Viña, links sieht man auch ein kleines Stück vom Meer

Das Meer von Valpo aus

Falls jemand was von dem Brand in Valparaíso mitbekommen hat: 
Das Blaue war so ziemlich der einzigste Fleck am Himmel hier, der noch normal aussah


Die Asche, die bei mir daheim auf dem Boden lag (die ist nicht zusammengekehrt)... Und so sah es so gut wie überall direkt nach dem Brand bzw. dem Ascheregen aus

Da es am Ortseingang von Valparaíaso war, war es eben auch ziemlich Nah an Viña. Aber hier ist der Brand inzwischen gelöscht, also keine Angst, die anderen Brände sind weiter im Süden. 

Arg viel mehr zu erzählen gibt es auch nicht, jetzt habt ihr ja mal ein paar Bilder von hier gesehen. Dann wünsch ich euch jetzt noch eine schöne Osterwoche vollends und eine schöne Osterfeier am Sonntag! ¡Feliz Pascua de resurrección! (Schöne Ostern!) oder ¡Feliz Pascua de conejo! (was soviel heißt wie ein schönes Fest vom Osterhasen ;) )

Donnerstag, 12. März 2015

Vicuña/ Umzug nach Viña

Der letzte Post liegt schon wieder eine ganze Weile zurück... Daran sieht man, wie viel Freizeit ich in Vicuña hatte. Ich hatte ja letztes Mal berichtet, dass ich nun den einen Monat bei meiner Großtante im Hostal nochmal helfe. Es war wirklich extrem viel zu tun. Diese Woche hat die Schule hier wieder angefangen, davor gab es noch jeden Tag Reservierungen. Und weil es ein Hostal ist, gibt es auch viele Leute, die nur eine Nacht da bleiben. Dann gibt es meistens noch viel mehr zu tun, wenn man die ganzen Zimmer sauber machen muss und Betten machen usw... Sonst musste man eben das Frühstück hinrichten und wieder abräumen und für Nachmittags gab es auch immer wieder andere Sachen zu tun, wie z.B. Traubensaft machen, Marmelade, Wäsche zusammenlegen,...
Ab und zu hab ich dann doch auch noch die Zeit gefunden, um auf der Plaza ein bisschen zu entspannen und irgendwelchen Aufführungen zuzuschauen. So war ich z.B. einmal abends auf dem Konzert von ILLAPU auf der Plaza. Das ist eine ziemlich alte und bekannte Band aus Chile:

Das bin übrigens ich beim Empanadas machen, die es bei meinem zweiten Abschiedsessen bei meiner Großtante gab :)




Und nun bin ich auch schon nicht mehr in Vicuña. Vorletzte Woche Samstag bin ich hier in Viña del Mar angekommen. Hier bin ich nun noch zwei Monate und danach geht es für mich leider schon langsam wieder nach Hause... :( In diesen zwei Monaten arbeite ich hier in einem Kinderheim (Hogar Mi Familia). Diese Woche habe ich auch schon dort gearbeitet und wurde dort echt nett aufgenommen. Dort sind ca. 20 Kinder im Alter zwischen 2 Monaten und 3,5 Jahren. Ich bin dort von Montag bis Freitag entweder morgens oder nachmittags und spiele meistens irgendetwas mit den Kindern oder füttere sie eben, wenn es Essen gibt. Da die Kinder zu allen Erzieherinnen tía (Tante) sagen, bin ich dort auch die "Tía Lisa" :)

Das ist bisher das einzigste Bild, das ich hier gemacht habe, aber ich werde bald noch mehr Bilder machen, damit ihr auch ein bisschen etwas von Viña und Valparaiso seht ;)

Ich habe hier ein Zimmer gemietet. Dort wohne ich mit einer Frau und ihrem Sohn in einem Haus. Sie sind echt nett und ich bin quasi hier wie ein Familienmitglied, das auch mitessen darf, wenn sie irgendwas als Mittagessen gekocht haben oder wenn ich hier bin und zu Abend gegessen bzw. gefrühstückt wird. Die ersten Tage hat das Internet nicht funktioniert, deshalb hört ihr auch erst jetzt wieder was von mir.
Außerdem hab ich hier auch noch so etwas wie eine Ersatzfamilie. Gisela ist eine Bekannte von meiner Großtante und ich habe sie auch schon davor kennengelernt. Sie hat mir auch das Zimmer organisiert, als ich noch in Vicuña war. Die Frau, bei der ich wohne, ist nämlich eine Freundin von Gisela. Giselas Haus ist hier mein zweites Zuhause, da ich immer wenn es mir hier langweilig ist, zu ihr gehe. Ihre Familie ist auch echt richtig nett. Ihr Mann heißt Carlos. Dann hat sie auch noch eine Tochter, die ich bisher noch nicht kennengelernt habe, da sie gerade im Urlaub ist. Sie wohnt mit ihrem Sohn auch bei Gisela. Die zwei Söhne von Gisela Fabian und Carlos sind 19 und 20. Also wenn ich nicht weiß, was ich abends unternehmen könnte und ausgehen will, frag ich einfach Fabian. Carlos ist nämlich seit Samstag nicht mehr da. Er studiert jetzt nämlich in Valdivia. Letzte Woche habe ich auch schon ziemlich viel mit den beiden und Freunden von ihnen unternommen. Das war auch immer wirklich lustig :)


Also zusammengefasst geht es mir richtig gut und ich fühle mich echt wohl hier :) Ich hoffe, dass das Internet jetzt weiterhin funktioniert, so dass ihr nicht all zu lange auf den nächsten Blogeintrag und mal ein paar Bilder von mir warten müsst. Bis bald!  

Dienstag, 10. Februar 2015

Reisebericht vom Süden von Chile – Teil 2: Torres Del Paine/ Argentina/ ...

So, jetzt schaffe ich es endlich noch Teil 2 von unserer Reise durch den Süden online zu stellen. Ich hatte während der Reise nur wenig Zeit etwas zu schreiben...
Nach den Pinguinen waren wir im Torres Del Paine. Das ist ein Nationalpark, der echt schön ist.

Das ist noch kurz vor Torres Del Paine, da waren wir in den Cuevas del Milodon (Höhle vom Milodon) - das Milodon ist das Tier, das in der Höhle viele Jahre gelebt hat



Cuernos del Paine (Hörner)

Am Lago Grey (Gletschersee) hat man sich so ähnlich gefühlt wie am Meer, bloß dass im Wasser einfach Gletschereis geschwommen ist und am Horizont nicht das weite, offene Meer zu sehen war, sondern der Gletscher:

Torres Del Paine (Türme) mit einem Wasserfall im Vordergrund

Dann waren wir in Argentinien, da man in Chile nicht mit dem Auto durchkommt, da dort sehr große Strecken Meer sind... In El Calafate haben wir einen der einzigsten Gletscher auf der Welt, der noch wächst, gesehen (2 km breit und 50-55m hoch):


Als wir dort waren ist ein extrem großes Stück vom Gletscher abgebrochen. Das war echt beeindruckend, wie Feuerwerk hört sich das an:
vorher                                                              nachher

Wir sind über den Paso Rodolfo Roballos wieder nach Chile gefahren. Das war auch echt lustig. Das ist ein Grenzübergang, an dem täglich ca. 5 Autos durchfahren... Bis wir dort waren sind wir also eine der "dangerous roads" von der Welt gefahren, naja, Schlaglöcher sind normal, und wenn man mal Erde zwischendurch als Straßenbelag hatte, dann war das echt Luxus. In Chile sind wir bis zum Ende auf der "Carretera Austral" ca. 3000 km gefahren, die überwiegend nicht geteert ist und es mehr Schlaglöcher gibt als Schotter. Und dabei hat sie Pinochet extra bauen lassen, damit ganz Chile verbunden ist. Es hat 20 Jahre gedauert und 11 Arbeitern das Leben bis die Straße gebaut war.
So sahen die Straßen dort häufiger aus...


Das war der Ausblick von unserer cabaña (Hütte) in Mallin Grande (unser nächstes Quartier) auf den Lage Carrera.


Dort konnte man nicht nur in einen Hot Pool (mit ca. 38-40°C und Blick auf den See) gehen zum Entspannen, sondern sich auch sportlich beim Tic Tac oder Tischtennis zeigen

Das sind die Marmorhöhlen in Puerto Tranquilo, das ist alles aus Marmor



Los Manos (Händabdrücke, die Kinder vor über 3000 Jahren gemacht haben) - positive Handabdrücke


negative Handabdrücke

In Coyaique wurden uns die Blinker von dem Auto geklaut, wir waren nur eine Viertelstunde einkaufen, danach waren sie weg... Hat wohl jemand gebrauchen können...

Nochmal ein Gletscher, diesmal ein Hängegletscher, der über den Berg gewachsen ist und da drüberhängt

So viel haben wir auf dem Vulkan Chaiten gesehen, auf den wir hochgelaufen sind...





War leider da oben ziemlich bewölkt... Allerdings hatten wir dafür keinen lästigen Stechmücken um uns rum.. Und der Weg dort hoch war auch ziemlich faszinierend, da man die ganze neue Vegetation gesehen hat, aber eben auch die ganzen abgestorbenen Baumstämme. Der Vulkan ist nämlich erst 2008 ausgebrochen.



Das sind ein paar Häuser, die damals bei dem Vulkanausbruch mit einer Asche-Matsch-Lawine gefüllt wurden sind... Das sah echt krass aus...



Fähre weiter nach Norden in Chile


Der rote, dreckige Hillux links war übrigens unserer

Puerto Varas war dann unser letzter Urlaubsaufenthalt. Dort waren wir noch auf dem Vulkan Osorno:


Unten am See ist Puerto Varas, wo wir unser Hostal hatten

Das ist der rote Krater vom Vulkan, der ein wenig weiter unten ist, bei dem wir waren.

Mote con Huesillo (ich find das echt eklig, aber meine Eltern wollten unbedingt ein Bild auf dem ich das lachend in der Hand hab, weil es ja sooo lecker ist...)

Am 28. Januar sind wir dann wieder nach Santiago geflogen. Meine Eltern sind weiter nach Hause geflogen und ich bin jetzt nochmals einen Monat bei meiner Großtante in Vicuña :) Das hat sind kurzfristig noch geändert, da meine Großtante eine Verletzung am Fuß hat, die vielleicht operiert werden muss. Sie hatte mich deshalb gefragt, ob ich ihr nochmal einen Monat im Hostal helfen könnte. Da ich noch nicht genau wusste, was ich in diesem Monat mache, habe ich ihr zugesagt und bin hier glücklich wieder angekommen :)


Jetzt habt ihr ja endlich mal noch den Rest von unserer Reise mitbekommen. Es gibt hier auch ziemlich viel zu tun, da inzwischen Hauptsaison ist und das Hostal so gut wie jeden Tag ausgebucht ist... Ich hoffe, ich finde trotzdem bald wieder Zeit, um euch ein Lebenszeichen von mir zu schicken :) Bis bald!